Ich jongliere täglich mit gefühlt tausend Aufgaben, Druck von oben, Kunden, Termine.

Und mein Team signalisiert mir, dass es am Limit ist. Ob das stimmt? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Aber ich traue mich auch nicht, das infrage zu stellen.

Also habe ich mir eine andere Herangehensweise überlegt. Ich bin sanfter in der Ansprache geworden, verständnisvoller. Wenn etwas dringend reinkommt, fliege ich tief an. Erkläre. Bitte. Und verpacke es so weich, dass eigentlich niemand Nein sagen kann.

Und trotzdem passiert es zunehmend häufiger, dass die Aufgaben nicht erledigt, oder zumindest verschleppt oder einfach weiter geroutet werden.

Ich frage mich inzwischen wirklich, ob ich spinne. Oder macht der Ton doch nicht die Musik, wie es immer so schön heißt?

Antworten zur Führung

Wenn Du Dich darin wieder erkennst – ich bin da:

Immer, wenn mein Teamleiter mit einer eiligen Arbeit zu mir kommt und will, dass ich diese auch noch mache, macht er das auf so eine watteweiche Art, dass ich mir im ersten Moment richtig mies vorkomme, wenn ich das ablehne.

Und das regt mich ehrlich auf. Denn ich glaube, dass diese Art nicht echt ist und er mich nur ausnutzen will. Sonst ist er nämlich nicht so freundlich. Das ist nicht fair.

Und außerdem, dieses Rumlavieren wirkt auf mich nicht wirklich souverän. Dann weiß er wohl selbst, dass es nicht fair ist. Deswegen schütze ich mich jetzt und habe eine Grenze gezogen.

Soll der doch selber sehen, wie er seine Sachen besser organisiert.

Auf den Punkt gebracht:

Wer sanfter wird, um durchzukommen, bleibt eher stecken. Nicht trotzdem, sondern deshalb.

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