Lowperformer zu halten, ist keine Fürsorge. Es ist Führungsschwäche.
„Ich weiß, dass er nicht gut ist, aber ich kann ihn jetzt nicht auch noch verlieren.“
Das klingt erst mal nachvollziehbar.
Ist es aber nicht.
Denn was oft übersehen wird:
Lowperformance ist kein individuelles Problem.
Sie wirkt ins ganze Team.
Die Guten sehen:
Da liefert jemand dauerhaft zu wenig. Und es passiert….. nichts.
Keine Klarheit.
Keine Grenze.
Kein Anspruch.
Und damit auch keine Führung.
Und dann kippt etwas.
Nicht laut. Und auch nicht sofort. Aber spürbar.
Leistung verliert an Wert.
Engagement wird leiser. Und die, die wirklich tragen, stellen sich irgendwann die Frage:
„Warum eigentlich ich?“
Lowperformer kosten nicht nur Zeit und Geld.
Sie kosten Vertrauen.
Und das ist deutlich teurer.
Deshalb geht es nicht zuerst um Trennung.
Sondern um Klarheit.
Was erwarte ich?
Wo steht der Mitarbeiter wirklich?
Und bin ich bereit, die Lücke anzusprechen?
Führung beginnt nicht bei der Entscheidung, jemanden gehen zu lassen.
Sondern bei der Entscheidung, nicht länger wegzusehen.

Fragen zur Führung
An dieser Stelle beantworte ich jede Woche eine Frage aus meinen Trainings und Coachings. Wenn Ihr auch eine Frage zu Führung habt, schreibt mir an:
„Ich habe jemanden im Team, der echt nicht gut ist. Trotzdem habe ich Angst, dass er geht, wenn ich ihm das sage. Was soll ich machen?“
Ganz ehrlich: Du hast keine Angst, den Mitarbeiter zu verlieren. Du hast Angst, die Folgen zu tragen.
Mehr Arbeit.
Mehr Druck.
Mehr Unsicherheit.
Und genau damit löst Du ein Problem aus:
Du bezahlst schlechte Leistung genau so gut, wie gute Leistung.
Und alle kriegen es mit.
Das ist kein Einzelfall. Das ist ein Systemfehler.
Wenn er geht, verlierst Du keinen Leistungsträger.
Du verlierst ein Problem.
Und damit gewinnst Du die Chance, Dein Team wieder auszurichten.
Führung bedeutet auch, Entscheidungen zu treffen trotz Angst.
Auf den Punkt gebracht:
Wer Lowperformance toleriert, ist am Ende davon umgeben.

