Wozu sind Jahresgespräche gut, wenn alles beim Alten bleibt?

Wer kennt es nicht?

„Die Mitarbeiter haben keine Ziele.“
„Keine Ambitionen.“
„Da kommt einfach nichts.“

Also sitzt man da.
Fragt.
Hakt nach.

Und geht raus mit dem Gefühl:
Zeitverschwendung.

Aber seien wir doch mal ehrlich. Mit welcher Klarheit gehst Du als Führungskraft in das Gespräch?

Denn oft ist es doch so, dass

– Der Mitarbeiter liefern soll
– Die Mitarbeiterin Ziele formulieren soll
– Das Teammitglied Perspektiven entwickeln soll

Und Du?

Bleibst bewusst vage.
Willst Dir die Optionen freihalten.
Bloß nicht festlegen.

Aber warum sollte ein Mitarbeiter einen Plan entwickeln,
wenn Du selbst keinen zeigst?

Warum sollte jemand Ambition entwickeln,
wenn unklar ist, wohin überhaupt?

Wenn keine Richtung da ist,
entsteht auch keine vom Mitarbeiter aus.

Wenn keine Haltung sichtbar ist,
kommt auch nichts zurück, außer Anpassung.

Gute Gespräche entstehen nicht durch bessere Fragen.
Sondern durch klare Führung.

– Wofür stehe ich als Führungskraft?
– Wo will ich mit meinem Bereich hin?
– Was erwarte ich konkret von meinem Gegenüber?

Erst dann wird aus einem Pflichttermin ein echtes Führungsinstrument.

Fragen zur Führung

An dieser Stelle beantworte ich jede Woche eine Frage aus meinen Trainings und Coachings. Wenn Ihr auch eine Frage zu Führung habt, schreibt mir an:

„Ich habe Angst, dass meine Mitarbeiter meine Jahresziele nicht teilen und sich querstellen. Wie kann ich das vermeiden?“

Ganz ehrlich? Gar nicht. Du kannst nicht verhindern, dass jemand innerlich oder gar offen widerspricht.

Das bedeutet aber nicht, dass Du das Ziel so formulierst, dass es jedem gefällt. 

Jahresziele sind Unternehmensziele und dienen dem Unternehmen. 

Deine Führungsaufgabe liegt nicht darin, dass Ziel an den Mitarbeitenden anzupassen, sondern den Weg dorthin anschlussfähig zu machen.

  • wo stehen Deine Mitarbeitenden heute?
  • Was können sie besonders gut?
  • Welche Entwicklung interessiert sie?

Übersetze also das Unternehmensziel in einen konkreten Beitrag für den Einzelnen. So, dass es zu den Stärken und Ambitionen der Person passt, ohne das Ziel selbst zu verwässern.

Denn wer erkennt, wo sein Platz im großen Ganzen ist, zieht deutlich eher mit.

Auf den Punkt gebracht:

Ziele müssen nicht gefallen, sie müssen anschlussfähig sein.

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