Der eine Blick im Team.

Du sprichst etwas an.
Eigentlich klar, eigentlich nachvollziehbar.

Und trotzdem reagiert niemand sofort.
Ein kurzer Moment. Und dann schauen ein, zwei Leute in die gleiche Richtung.
Zu einer Person (nein, nicht zu Dir).

Und erst wenn diese Person reagiert, ziehen alle anderen nach.

Manchmal mit einem Nicken. Manchmal mit einem Kommentar. Oder einfach nur durch die Haltung.

Aber ab da ist klar, wie das Thema im Team bewertet wird.

Die Rolle dieser Person steht in keiner Stellenbeschreibung. Sie ist nicht offiziell.
Aber sie ist wirksam. Man nennt sie den Teamsprecher, oder präziser: den informellen Meinungsführer.

Diese Person zu kennen ist keine Kür. Es ist die Voraussetzung.

Denn wer den Teamsprecher nicht kennt, verwaltet den Schein von Führung.

Fragen zur Führung

An dieser Stelle beantworte ich jede Woche eine Frage aus meinen Trainings und Coachings. Wenn Ihr auch eine Frage zu Führung habt, schreibt mir an:

„Wie gehe ich damit um, dass mein Team sich oft sichtbar an einer anderen Person außer mir orientiert?“

Wahrscheinlich ist Dein erster Impuls, diese Dynamik zu unterbinden. Klare Ansage jetzt. Rollen klären. „Ich bin hier die Führungskraft.“

Aber dadurch verschwindet die Dynamik nicht. Sie verlagert sich nur. 

In Gespräche nach Deiner Ansage.
In Blicke.
In unterschwellige Abstimmung. 

Die Orientierung zu der anderen Person bleibt im Team bestehen. Nur außerhalb Deiner Reichweite.

Es gibt einen wirksameren Weg.

Arbeite nicht dagegen an. Gehe bewusst damit um.

Das ist keine Schwäche. Das ist Steuerung.

Denn egal, ob Du diese Dynamik nutzt oder ignorierst – sie wirkt.

Auf den Punkt gebracht:

Du entscheidest, ob diese Dynamik für oder gegen Dich arbeitet.

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